Vom 08.-15. August 2026 machten sich sechs frisch gebackene Physikalisch-technische Assistenten zusammen mit den Lehrkräften Herrn Kuypers und Herrn Neef auf den Weg nach Spanien, um eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten.
Im August 2023 begannen die Teilnehmer ihre Laufbahn als Physikalisch-technische Assistenten (FHR) an der Lore-Lorentz-Schule und bereiteten seitdem während der Projekttage und im Physikunterricht verschiedene Experimente vor, die während des kurzen Zeitraums der totalen Sonnenfinsternis durchgeführt werden sollten. Nach drei Jahren Vorbereitungen und der im Juni 2026 erfolgreich absolvierten Fachhochschulreife (inkl. Berufsabschluss) reiste ein Teil der Klasse nach Deltebre, Spanien, um im Ebro-Delta inmitten von Reisfeldern eine Finca als astronomische Station zu beziehen.
Die ersten Tage vor Ort wurden genutzt, um das Equipment aufzubauen, den perfekten Standort für die Teleskope zu bestimmen und erste Testreihen der Versuche durchzuführen. Auch wurden immer wieder bange Blicke auf die Wettervorhersage geworfen, da es lokal doch erheblich mehr Wolken gab als zuvor angenommen.
Am 12.08.2026 war dann endlich der lang ersehnte Tag gekommen und die Anspannung stieg minütlich. Glücklicherweise war der Himmel nahezu wolkenlos, sodass um 20.29 Uhr die nur 70 Sekunden dauernde totale Sonnenfinsternis perfekt beobachtet werden konnte. Die Faszination dieses seltenen Naturereignisses zog alle komplett in ihren Bann. Die Atmosphäre während der totalen Sonnenfinsternis wird wohl niemand, der sie erlebt hat, jemals wieder vergessen. Als der Mond die Sonne komplett bedeckte, veränderten sich die Lichtverhältnisse und die Stimmung in der Landschaft schlagartig.
Auch die Vorbereitung der Experimente hatte sich gelohnt, sodass mit Hilfe der Teleskope sowohl Fotografien der totalen Sonnenfinsternis als auch das Spektrum der Sonnencorona aufgenommen werden konnten.
In den Nächten konnten als weiteres Highlight die Meteoren der Perseiden als extrem lang glühende Sternschnuppen beobachtet werden. Außerdem konnten mit den Teleskopen die Andromeda-Galaxy (M31), der Doppelsternhaufen H+chi sowie der Ringnebel in der Lyra (M57) fotografiert werden.
Die folgenden Tage wurden noch zur Auswertung der Experimente und des Zusammenseins in der Selbstversorgungs-Finca genutzt. Auch der Besuch des nahegelegenen Mittelmeerstrandes kam nicht zu kurz.
Mit der Abreise vom Bahnhof L’Aldea-Amposta-Tortosa fand dann die gemeinsame Zeit als Klasse der Lore-Lorentz-Schule ihr erfolgreiches Ende.

