WADAWAS? DAWAWAS(SER)

„Die Gewässer sind als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu sichern.“ – Dieser Satz steht als Leitlinie am Anfang des Wasserhaushaltsgesetztes der Bundesrepublik Deutschland. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass die Nutzungen der Gewässer im Einklang stehen müssen mit der Notwendigkeit, sie um ihrer selbst willen zu schützen. Gleichzeitig soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass in der dicht besiedelten Kulturlandschaft Nordrhein- Westfalens der Mensch zwangsläufig an vielen Stellen einen intensiven Einfluss auf den Wasserkreislauf hat, dem eine ebenso intensive Überwachung und vorbeugende Schutzmaßnahmen gegenüberstehen müssen.

Die Überwachung der Wasserqualität ist eine verantwortungsvolle Aufgabe der zuständigen Stellen der Wasserwirtschaft. Vorbeugende Schutzmaßnahmen, die eine nachhaltige Entwicklung sichern, sind dagegen eine verantwortungsvolle Aufgabe für jeden Einzelnen. Diese Erkenntnis hatte die Schüler/Innen des doppeltqualifizierenden Bildungsganges Abitur und Umwelttechnischer Assistent/in dazu motiviert selbst einen Beitrag zu leisten und vom 13.07. bis zum 14.07.2013 außerhalb der normalen Unterrichtszeit im Umweltinfozentrum, Unteres Rheinwerft 30, in Höhe der Schulstraße, Aufklärungsarbeit zu leisten.

Nach dem Motto:“ Man schützt nur was man kennt“ stellten sie das Verfahren der Trinkwassergewinnung aus dem Uferfiltrat des Rheins in einem Modell anschaulich dar. Eine Demonstration über die Grenzen des Rückhaltevermögens von Schadstoffen im Boden, sollte die Besucher dafür sensibilisieren selbst keine Schadstoffe unkontrolliert in die Umwelt zu entlassen.

Darüber hinaus wurden Besucher mit einem Schluck echten Düsseldorfer Trinkwassers darüber informiert, dass es ein Leichtes ist selbst aktiv Umweltschutz zu betreiben und gleichzeitig in den eigenen Geldbeutel zu wirtschaften, indem sie auf Mineralwasser ferner Herkunft verzichten. Von Volvic bis Vitell und von San Pellegrino bis Perrier, in jedem Tropfen stecken viele Autobahnkilometer und dicke Abgaswolken, die eher dem Lifestyle dienlich sind als dem Genuss oder dem Löschen von Durst.

Die Schülerinnen und Schüler der Lore-Lorentz-Schule zeigten, dass es möglich ist sich Fachwissen zum Thema Trinkwasserversorgung durch die selbständige Gestaltung einer verantwortungsvollen Aufgabe anzueignen. Darüber hinaus machten sie die Erfahrung, dass ihr Fachwissen eine unmittelbare Bedeutung im Rahmen der Gesellschaft hat, die ihrerseits Stolz darauf sein kann, dass Nachhaltigkeit für diese Schülerinnen und Schüler mehr ist als ein populäres Schlagwort.