Rede von Schulleiter W. Weber

Was hat uns bewogen, noch so langer Zeit den Namen unserer Schule mit einer Persönlichkeit zu verbinden, von der wir meinen, daß ihr Profil zu uns paßt? Es waren zwei Gründe:

Mit Beginn dieses Schuljahres hat sich die Gesamtschule ihren Wunsche erfüllt und eine eigene Oberstufe eingerichtet. Damit ist das besondere Verhältnis beider Schulen beendet. Der Kooperationserlaß hat keine Gültigkeit mehr. Wir waren der Meinung, wir sollten uns auch durch eine entsprechende Namensgebung auf eigene Füße stellen.

Ein anderer wesentlicher Grund ergab sich aus dem Tatbestand, daß wir uns seit Beginn des Schuljahres Berufskolleg nennen, und damit eh alle Türschilder, Briefbögen, Stempel, etc. ausgewechselt werden mußten.

Dies gab den Anstoß, sich mit einem neuen Namen zu beschäftigen. Es kam eine illustre Liste von Namen zustande, auf der die Lore Lorentz in Gesellschaft so hehrer Gestalten wie Leonardo da Vinci und Albert Einstein oder von Politikern wie Karl Arnold und Willy Brandt, aber auch in Begleitung von Frauen wie Louise Dumont-Lindemann, und Betty von Hatzfeld, auftauchte.

Dann, nach kurzem Diskussonsprozeß, entschied sich die Schulkonferenz einstimmig für den Namen Lore Lorentz. Ein Name, der nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in ganz Deutschland einen guten Klang hat.

Dies wurde uns in allen Reaktionen bestätigt. Lore Lorentz steht als große Dame des politischen und literarischen Kabaretts für Mut und Zivilcourage; Eigenschaften, die für uns in der pädagogischen Arbeit Leitcharakter haben.

Meine Damen und Herren, gestatten Sie mir einige Sätze zu unserer Schule, der ehemaligen Kollegschule Kikweg, sie hat in der Schullandschaft von Anfang an eine besondere Position eingenommen. Sie war die einzige Kolegschule, die neu gegründet wurde. Daß sie nur vollzeitschulische Bildungsgänge anbot, führte dann beim Übergang zum Berufskolleg überhaupt weitergeführt werden könne.

Aus unserer Sicht war das selbstverständlich, denn das System Berufskolleg ermöglicht eine solche Vielzahl von Bildungsvarianten, so daß es kaum Schulen geben dürfte, die identische Bildungsangebote haben.

Dementsprechend waren wir immer der Meinung, daß auch das Profil dieser Schule seine Berechtigung und Funktion als Berufskolleg hat. Diese Berechtigung wird durch die Entscheidung der Schüler für unsere Schule auch nach Einrichtung der Oberstufe an der Gesamtschule bestätigt. Alljährlich, so auch dieses Jahr, beginnen ca. 350 Schülerinnen und Schüler bei uns ihre schulische Laufbahn im 11. Jahrgang, die meisten dank der Arbeit eines engagierten und einfühlsamen Kollegiums erfolgreich absolvieren, leider nicht alle.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, das heutige Programm sieht viele Beiträge vor. Dashalb will ich hier schließen und wünsche gute Unterhaltung!".

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