Rede von Oberbürgermeisterin Marlies Smeets

Diese Schule wurde am 1.8.1977 als erste Kollegschule in Nordrhein - Westfalen gegründet. Obwohl es die Schule seit über 20 Jahren gibt, wurde sie bisher jedoch kaum als eigenständige Schule wahrgenommen.

Seit dem Sommer hat die Gesamtschule nun eine zweizügige Oberstufe. Damit entfällt die Verpflichtung der Kollegschule zur bevorrechtigen Aufnahme der Gesamtschülerinnen und -schüler.

Die Tatsache, daß aus der ehemaligen Kollegschule Kigweg im Sommer nun ein Berufskolleg der Stadt Düsseldorf geworden ist, gab Anstoß, über einen Namen nachzudenken, der die Eigenständigkeit der Schule unterstreicht.

Die von der Schulkonferenz eingesetzte Arbeitsgruppe einigte sich dabei recht schnell auf den Namen der Begründerin des "Kom(m)ödchens, einer der wichtigsten deutschen Kabarettbühnen.

Das Grenium tat dies mit gutem Grund. Lore Lorentz steht weder für einen bestimmten Bildungsgang, oder einen bestimmten Berufsabschluß, noch für eine bestimmte Art des Abiturs. Ihr Name steht vielmehr für eine umfassende Bildung und Zivilcourage. Darin sieht die Schule ein Vorbild für ihre pädagosche Arbeit.

Die Stadt Düsseldorf betrachtet es als Geschenk, daß das Geschick Lore und Kay Lorentz nach dem bösen Ende des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte nach Düsseldorf geführt hat. Deshalb wurde im März 1996 der Platz vor dem Kom(m)öchen nach diesen beiden großen Künstlern benannt.

Ich freue mich sehr, daß von nun an ein Berufkolleg der Stadt Düsseldorf den Namen Lore-Lorentz-Schule tragen und so die Erinnerung an diese große Künstlerin tragen wird.

Ich wünsche allen an der Lore-Lorentz-Schule tätigen Pädagoginnen und Pädagogen, daß es ihnen gelingen wird, die ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler im Sinne dieses großen Vorbildes zum Denken und handeln anzuleiten.

Der in dem Programm enthaltene Diavortrag räumte die letzten Zweifel, was die geehrte Lore Lorentz mit einem Berufskolleg gemeinsam haben könnte, aus dem Weg.

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