Parkour

Als ich das Wort Parkour hörte, wollte ich sofort wissen, was es damit auf sich hat. Da meine Mitschüler genauso neugierig waren, beschlossen wir, diesen Trendsport während unserer Projekttage genauer unter die Lupe zu nehmen.

Zuvor gestalteten wir 3 Sportstunden, um die Grundlagen des Parkour zu erlernen. Ich selber hatte großen Spaß daran über Kästen zu laufen und an den Wänden entlang zu laufen – ja an den Wänden, ihr habt richtig gelesen. Selbst ihr Mädchen schafft es mit wenigen Schritten eine Wand vertikal entlang zu laufen - unbegreiflich aber machbar.
Meine Mitschülerin Annika meint hierzu: „Anfangs hatte ich Angst, dass, wenn ich an die Wand springe und mich nicht richtig abdrücke, auf den Boden falle. Als ich es aber ausprobiert habe, wollte ich gar nicht mehr aufhören, weil es so Spaß gemacht hat.“

  
Nach beiden Schnupperstunden konnte ich erstmal drei Tage vor lauter Muskelkater kaum gehen, geschweige denn laufen: Ein außergewöhnlicher Sport für außergewöhnlich versteckte Muskel. Fasziniert und voller Neugier haben wir uns dazu entschlossen in die Höhle des Löwen zu gehen: nichts Geringeres als ein Workshop im Move Artistic Dome in Köln sollte es sein. Spätestens dort sollte man Angst als Fremdwort betrachten und Mut als ständigen Begleiter bei sich wissen. Mit steigendem Herzklopfen am Move Artistic Dome angekommen, mussten wir noch ein wenig auf den Trainer warten, der wahrscheinlich noch den Kölner Dom herunterkletterte und für die Backflips über die Häuserschluchten bis zu uns noch etwas länger als geplant brauchte – doch das Warten sollte sich lohnen.
Bei der Planung des Wettkampfparkours erhielten wir tatkräftige Unterstützung von 4 Schülern aus dem 13 Jahrgang, die sich schon spontan bereit erklärten bei unsere Projektarbeit mitzuwirken, da sie sie sich zu dieser Trendsportart speziell hingezogen fühlten und bereits Parkourerfahrungen mitbrachten. Wir bauten unter Anleitung der 4 Parkour Consultants 8 Wettkampfstationen auf, die unseren Adrenalinspiegel in die Höhe treiben sollten, auf. Jetzt wollten wir es wissen und der interne Wettkampf konnte beginnen. Die Jury bestand aus unserer sympathischen und kompetenten Sportlehrerin Frau Happ, einer erkrankten Schülerin und einem der 4 Jungs aus der 13. Jeder absolvierte eine komplette Parkourrunde bei einer Bepunktung von 1-10, schlussendlich folgte die Siegerehrung.
Dann wollten wir noch ein Parkour-Video drehen. „Parkour… oder wie haue ich vor meinen Freunden ab.“  Das Video war am selben Tag noch fertig. Ein Mitschüler: „Vier Stunden Dreh, vier Stunden schneiden: ein sensationeller Film.“
Während die Jungs noch weiter ihre Spiderman Fantasien auslebten, haben andere Werbung für das Projekt am Tag der Offenen Tür gemacht. Am TOT bauten wir einen Parkour für Schnuppergäste auf, richteten einen improvisierten Kinosaal ein. Die Schnuppergäste tobten sich aus und deren Eltern fragten unseren Lehrern Löcher in den Bauch.
Eindrücke von meinen Mitschülern:
Hanna: „Insgesamt war es gut und es war interessant mal auf einem Auto herumzuspringen“
Patrick B.: „Ich fand´s cool, dass wir was Neues erlebt haben, mal was Anderes zum Sportunterricht.“

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