Nachhaltiger Unterricht

Rettet die Wahlen: Lore-Lorentz-Schule nimmt an der Juniorwahl teil

Über 2700 Schulen haben bundesweit im Vorfeld der Europawahlen vom 23. bis 26. Mai 2019 an der sogenannten Juniorwahl teilgenommen. Erstmalig waren auch die Schülerinnen und Schüler an der Lore-Lorentz-Schule zur Wahlurne aufgerufen.
Unter 18 wählen gehen? Das ist in Deutschland bei der Europawahl eigentlich gar nicht möglich. Doch mit der Teilnahme an der Juniorwahl konnten auch die minderjährigen Schülerinnen und Schüler aus insgesamt neun Klassen bereits erste Wahlerfahrungen sammeln und ihre Stimme für ein fiktives Europaparlament abgeben.
Im Vorfeld der Wahlsimulation wurden die Klassen im Gesellschaftslehre-Unterricht dafür fit gemacht: Wie funktioniert die EU? Wo erlebe ich die EU in meinem Alltag und welche Bedeutung hat sie für mich? Wofür stehen die einzelnen Parteien? Und wie laufen die Wahlen eigentlich ab? Diese Fragen standen in den letzten vier Wochen im Mittelpunkt der GL-Stunden. Dabei kam es nicht selten zu heftigen, aber konstruktiven Diskussionen, erinnert sich ein Schüler aus der 11GS.
Gespannt warteten die Schülerinnen und Schüler dann am Sonntagabend auf das Ergebnis der Juniorwahl, das zeitgleich mit den Hochrechnungen zur Europawahl bekannt gegeben wurde. Dabei spiegelt sich der Trend des „echten“ Ergebnisses in dem des Lolo-Ergebnisses wider, allerdings noch deutlicher. Die Volksparteien sind bei den Jugendlichen wenig gefragt, gerade mal 7,5% gaben der CDU ihre Stimme (Europawahl: 28,9%), die SPD kam auf nur 13,9% (15,8%). Als stärkste Kraft gingen die Grünen mit 45,5% (20,5%) hervor. Sophie Schäfer aus der 12KS findet die Zustimmung für die Grünen an der Lolo „aufgrund der vielen jungen Menschen, die sich für Friday for future eingesetzt haben“, nicht überraschend. Die rechtspopulistische Partei AfD blieb ebenfalls mit 3,7% mehr als deutlich unter dem EU-Wahlergebnis (11%). Die Linke mit 7% (5,5%) und die FDP mit 5,3% (5,4%) schnitten ähnlich wie bei der Europawahl ab. Auch die kleineren Newcomer-Parteien stoßen bei den Schülerinnen und Schülern auf Interesse. Das vollständige Ergebnis finden Sie hier.
Die Wahlbeteiligung an der Juniorwahl liegt mit 85,1 % erkennbar über dem Bundesdurchschnitt (61, 4%). Lisa Maria Schneider aus der 11GE resümiert, dass die hohe Wahlbeteiligung zeige, „dass wir uns für Politik interessieren und eben nicht die Schule schwänzen.“ Nach der Juniorwahl stellt Marvin Misterik aus der 12KS fest, „dass es eine gute Vorbereitung für die richtigen Wahlen war, da ich nun einen Einblick bekommen habe, wie es wirklich abläuft.“ Sophie Schäfer empfindet die Teilnahme an der Juniorwahl als „effektive Methode, um das Interesse an der Politik zu wecken und zum Wählen zu motivieren.“
Schueler aus der GS wirft Wahl in Wahlurne
Na dann, die Wahlen sind gerettet!
Jessica Kallhoff

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