Kultur statt Kippe, Lyrik statt Lucky Strike

Im Rahmen des Ehemaligentreffens, das am Samstag, 17.09.2016 von 11-14 Uhr auf der Schloßallee 14 in Eller stattfand, weihte die Lore-Lorentz-Schule mit einem kurzen literarischen und musikalischen Rahmenprogramm, bei dem Schülerinnen der 12 und 13 SL mitwirkten, einen neuen Literaturautomaten ein. Lore Kortländer, die dem musischen Rahmenprogramm beiwohnte war fasziniert zu sehen, welche Talente in unserer Schule schlummern: „Am meisten hat mich dieses Mädchen mit der Gitarre beeindruckt! Was heißt beeindruckt...Sie hat mich wirklich, wirklich umgehauen! Gänsehaut pur!“

Dieser Automat, der eine Initiative von Pamela Granderath (Art Connection) und Christine Brinkmann (zakk) ist, dient der Verbreitung zeitgenössischer Literatur. (http://www.literaturautomat.eu/)

Für unser Berufskolleg hat ein solcher Literaturautomat eine besondere Bedeutung, da auch unsere Namenspatronin, Lore Lorentz, stets die Wichtigkeit von (kritischer) Literatur betonte. Ihr Mann Kay und sie selbst verkörperten von Beginn an höchste literarische und darstellerische Ansprüche zur Vermittlung ihrer humanistischen und gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Unter diesem Leitgedanken können nun auch unsere angehenden Schriftsteller und Dichter ihre Werke veröffentlichen.

So, wie die Aphoristikerin Waltraud Puzicha (1925 – 2013) bereits die Aufgabe junger Schriftsteller mit den Worten „Moderne Lyriker versuchen das Unverständliche in Silben zu fassen.“ Zusammenfasste, sollen die Texte in diesem Automaten junge Menschen erreichen und sie berühren. Gemäß dem Motto „Kultur statt Kippe, Lyrik statt Lucky Strike“ können Besucher der Schule ab sofort die Gelegenheit wahrnehmen, hauseigene Lyrik im Taschenformat gegen Münzeinwurf von 2 Euro zu erwerben. Alle acht Wochen werden die Automaten mit frischem Textmaterial befüllt.

Zu verdanken haben wir den Automaten im Wesentlichen der Initiative von Shannon Lindner aus der 12SL. Die SL kümmert sich zur Zeit erfolgreich um die Pflege der im Oktober letzten Jahres eingeweihten Bücher Givebox in Haus 2. Shannon und ihre Mitschüler haben sich bereit erklärt sich zukünftig auch um die regelmäßige Befüllung des Literaturautomaten zu kümmern. „Es ist beeindruckend zu sehen, was unsere Schülerinnen und Schüler aufgrund ihres Interesses und Engagements erreichen und bewegen können!“, meint Frau Kortländer.

Finanziert wurde der Literaturautomat ausschließlich über die beiden Gründerinnen der Idee, die auch alle Einnahmen erhalten, um damit die weitere Bestückung des Automaten zu gewährleisten und um die Idee auch praktisch mit weiteren Literaturautomaten an anderen Standorten voranzutreiben.

Perspektivisch möchte der Förderverein in Zusammenarbeit mit den jährlich stattfindenden Lesungen des Bildungsganges SL (immer im Januar/Februar in der Aula) - auch weitere Literaten neben Sven-André Dreyer gewinnen, die dann vor dem Automat lesen und deren Texte man im Automat findet.

Wer selbst gerne schreibt und seine Werke einmal in dem Automaten wiederfinden möchte, kann sich über die Rahmenbedingungen gerne bei der 12SL informieren.