Schule fürs Leben

20 Jahre Kom(m)ödchenschule

Seit nunmehr 20 Jahren organisiert der Förderverein der Lore-Lorentz-Schule exklusive Aufführungen für Schüler im Kom(m)ödchen.
Das aktuelle Stück "Irgendwas mit Menschen" ist dabei auf ganz besondere Art auf Schüler wie Lehrer zugeschnitten: Es geht um besorgte Eltern, die sich freuen, dass ihre Zöglinge nun endlich ihr "Reife" fürs Leben erreichen.
Sie treffen sich im Klassenzimmer um eine "angemessene" Abschlussrede zu planen, und reisen dabei ungeplant durch ihre eigene Vergangenheit.
Die zukünftigen Absolventen proben jedoch nicht brav in der Aula nebenan ihre Stücke, sondern ziehen es kurzerhand vor "rüber zu machen" ins benachbarte Land, wo alles ganz großer Käse ist und Nebelzimmer ins Nirwana führen.
Denn sie wollen sich nicht dem alltäglichen Leistungsdruck beugen, sie wollen selbstbestimmt ihr Leben leben - und eben nicht das ihrer Eltern, ihrer Lehrer oder das des Tafellappens.
Denn so sagte schon Kierkegaard: "Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts".

Bei dieser Aufführung am 05.12.2017 erhielt das Kom(m)ödchen-Ensemble die brandaktuelle Ausgabe der überregional bekannten und begehrten Schülerzeitung Lologramm. Pünktlich und kritisch stellen die jungen Autoren im Leitartikel dem Leser die rhetorische Frage, in wiefern der Konsum unser Leben beeinflusst.
"Hilf anderen eine Brücke zu bauen!" lautet eine mögliche Antwort, die auf einer Postkarten steht, die Kay Lorentz an diesem Tag in den Händen hält. Denn unsere jungen Designer des 11. Jahrgangs gestalten jährlich in Kooperation mit der Obdachloseninitiative fiftyfifty ein Kartenset, das auf der Weihnachtsfeier im Zakk von Hubert Ostendorf an alle Straßenverkäufer verschenkt wird. Mit ihren kritischen Kartenmotiven wollen die Gestalter des Berufskollegs Grenzen überwinden und Vorurteile abbauen.

Genau wie das Kom(m)ödchen - und mit ihm Kay und Lore Lorentz.
Wir bedanken uns ganz herzlich für 20 Jahre Kom(m)ödchenschule.

mr