Praktikum Bewegungserziehung PE

Bewegungserziehung – mittlerweile fester Bestandteil der Ausbildung der ErzieherInnen

Bewegungserziehung
– was ist das?
Nach Renate Zimmer bedeutet Bewegungserziehung, dass Bewegungsaktivitäten Kindern helfen ein Körperbewusstsein zu entwickeln. Bewegungsaktivitäten und Wahrnehmungsförderung gelten als Grundlage für den Aufbau der kindlichen Vorstellungswelt. Über motorische Abläufe knüpfen sie Kontakte mit anderen Kindern und erweitern so ihre Sozialkompetenz. Sie erleben bei der Bewegung Emotionen und können diese ausdrücken. Die Bewegungserziehung im Elementarbereich orientiert sich an einer ganzheitlichen Ausrichtung, d. h. neben angeleiteten und zielgerichteten Bewegungsangeboten finden sich auch Angebote, die zu einer selbständigen Gestaltung von Bewegungsabläufen motivieren.
Seit einigen Jahren findet jedes Jahr im 11. Schuljahr des Bildungsgangs Erzieher/in Bewegungserziehung in einer Projektwoche statt. So kann das Grundmodul  erreicht werden. In der 12. Klasse kann das Aufbaumodul erreicht werden und damit die LSB-Qualifikation. Näheres zu dieser LSB-Qualifikation erfahren Sie hier.


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Soweit die Theorie – und wie läuft das wirklich ab?
In acht Unterrichtsstunden pro Tag heißt das Motto an 5 Tagen ‚learning by doing’. Die vom Landessportbund qualifizierten Lehrerinnen zeigen den Schüler/innen vielfältige Bewegungsspiele, die mit sehr viel Spaß zunächst selbst ausprobiert werden. „Dabei haben wir gefühlt, wie vielfältig Bewegung sein kann.“, berichten Kira und Leonie nach der Projektwoche.
Beispielsweise wird, eingebettet in eine phantasievolle Geschichte, ein Parcours ‚am Nordpol’ aufgebaut, der altersentsprechend Kinder herausfordert und motorisch fördert. Gleichsam gibt es auch Laufspiele und Spiele zur Anregung der Sinne. Bewegungserziehung enthält sowohl Spannung als auch Entspannung. „Wir haben uns in die Sicht der Kinder versetzt und dadurch erlebt, was, womit gefördert wird und wie wir es selber als Anleiterin umsetzen können. So haben wir z.B. auch erfahren, wie man auf die Sicherheit der Kinder während der Übungen achtet.“, informieren Julia, Jutta und Nina.
Die Durchführung einzelner Übungen und die Reflexion über den Einsatz und die Auswirkungen der einzelnen Aufgaben erfolgt teilweise in Einzel- aber auch in Gruppenarbeiten. Dadurch erfahren sich die Schülerinnen und Schüler einerseits selbst, andererseits aber auch im Umgang mit anderen. Folglich gewinnen die Teilnehmer/innen sehr individuelle Eindrücke und Erfahrungen.
Die Teilnahme an dieser Projektwoche wird mit einer Bescheinigung bestätigt, die eine Grundlage dafür ist, im anschließenden Schuljahr diese Kenntnisse bspw. mit Kindergruppen und Hospitationen in Kindertagesstätten weiter auszubauen und dadurch das Zertifikat „Bewegungserziehung im Kleinkindalter“ des Landessportbundes zu erhalten.
„Auch wenn einige das vielleicht nicht machen wollen, haben wir doch alle eine ereignisreiche Woche mit viel Spaß und Abwechslung vom Schulalltag erlebt. Und wenn wir in wenigen Wochen unser Praktikum in der Kindertagesstätte fortsetzen werden, können wir bestimmt schon auf die Anregungen zurückgreifen.“, berichten abschließend begeistert die Teilnehmerinnen.